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Unser Konzept

Aktuelle Stundenpläne der Jahrgänge 5 und 6

Akuelle Stundenpläne des Jahrgangs 5 und des Jahrgangs 6 im Schuljahr 2010/11.
Jahrgang 5
Jahrgang 6


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Presse


Artikel aus der taz bremen (Donnerstag, 6. August 2009, Seite 28)

Lehrer lernen loslassen
SCHULREFORM An der Ronzelenstraße wird mit der neuen "Oberschule" begonnen: Ein pädagogisches Modell, in dessen Rahmen die Schüler ihr Lernen selbst organisieren.

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Fotos

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Allgemeine Erklärung

zu unserem Konzept „Oberschule“

Die Förderung unserer Schülerinnen und Schüler vor allem im Hinblick auf Selbstständigkeit, Eigenverantwortlichkeit und Leistungsbereitschaft ist an unserer Schule zentrale pädagogische Leitlinie.
Für die Umsetzung unseres Konzepts der „Oberschule“ bedeutet dies konkret, dass wir die klassische Stundentafel zugunsten individualisierter und projektorientierter Lern- und Arbeitsprozesse  und in Anknüpfung an unsere in den letzten Jahren schon entwickelten und erprobten schulischen Strukturen wie z.B.

  • Studienzeiten
  • Methodenprojekttage
  • Jahrgangsteamarbeit und
  • individualisierte und kooperative Unterrichts- und Lernformen

neu organisiert und gestaltet haben. So sollen die Schülerinnen und Schüler schrittweise befähigt werden, selbstverantwortlich, im individuellen Lerntempo und mit eigenen Schwerpunktsetzungen zu lernen und ihren Lernprozess selbst zu organisieren. Hiermit einher geht auch ein verändertes Rollenverständnis der Lehrperson: Zwar ist die Lehrkraft auch weiterhin verantwortlich für die Einführung neuer fachlicher Inhalte und Methoden, sowie für die Überprüfung der erlernten Kompetenzen, vor allem aber wird sie zum Lernberater und ist behilflich bei der individuellen Lernorganisation. Lehrerzentrierte Unterrichtsphasen sind insgesamt zugunsten eines hohen Anteils von individuellen Lernzeiten auf ein Minimum reduziert.

Des Weiteren legen wir Wert auf eine Rhythmisierung der Lernphasen, die z. B. in unserem Kursangebot des Ganztagsbetriebes zum Ausdruck kommt. Dabei sind uns der Austausch und die Zusammenarbeit der Lehrkräfte untereinander und mit schulfremdem Fachpersonal ein wichtiges Anliegen.

Wissend um die hohe Motivationskraft von selbstbestimmtem und fächerverbindendem thematischem Lernen, hat das Kollegium für die Realisierung des Konzepts „Oberschule“ verschiedene Modelle für binnendifferenzierten Unterricht gesichtet und diskutiert. In der unterrichtlichen Umsetzung orientieren wir uns nun vor allem an den Konzepten der „Neue Max-Brauer-Schule“   und der Gesamtschule „Alter Teichweg“ in Hamburg, die beide seit Jahren erfolgreich mit ihren Konzepten arbeiten.

Für den Unterricht und die Ganztags-Betreuung im ersten Jahrgang (Klasse 5) unserer Oberschule sind derzeit zehn Lehrkräfte, die alle Fachbedarfe abdecken, gemeinsam mit den Sozialpädagogen als Jahrgangsteam verantwortlich.

Begleitung und Organisation von individuellen Lernprozessen

Erster Baustein und zentrales Element (etwa ein Drittel) der Gesamtunterrichtszeit ist die Studienzeit (SZ) mit 10 Unterrichtsstunden pro Woche. Beteiligt sind die Fächer:

  • Mathematik (4 Stunden)
  • Deutsch (3 Stunden)
  • Englisch (2 Stunden)
  • Welt-Umwelt-Kunde (1 Stunde)

Unsere Fünftklässler arbeiten dabei mit vielfältigem und leistungsdifferenziertem Fach-Übungsmaterial, um so die laut Bildungsplänen zu erreichenden fachlichen Teilkompetenzen auch verlässlich erwerben zu können. Pro Fach sind die einzelnen thematischen Lernziele und die dazu angebotenen Lernaufgaben in „Checklisten“ zusammengestellt. Eine Übersicht über alle zu erreichenden Fachkompetenzen erhalten Schüler, Schülerinnen und Eltern in den sogenannten „Kompetenzrastern“, die im Schulplaner jedes Kindes abgedruckt sind. In den Tutorenstunden (Klassenleiterstunden) sowie zu Beginn einer jeden Tages-Studienzeit planen die Kinder ihre Lernaufgaben nach

  • dem Umfang der Fachanteile und
  • nach eigenem Trainingsbedarf pro Lernziel

Dies geschieht mit Beratung und unter Anleitung der Lehrkräfte. Die Planungsvorgaben werden in den Schulplaner eingetragen. Für die Überprüfung der zu erreichenden Lernziele melden sich die Kinder für einen Test dann an, wenn sie von sich aus sagen: „Ich kann das jetzt.“, oder nach auffordernder Beratung und Ermunterung durch die jeweilige Fach-Lehrkraft.

So arbeiten in einer Studienzeitstunde einerseits Kinder mit Lernmaterialien verschiedener Fächer und innerhalb der Fächer diese an verschiedenen Themen bzw. Niveaustufen. Andererseits führen einige in der Zeit parallel auch ihre Kontrolltests durch. Das Lernen von- und miteinander steht hier ganz besonders im Mittelpunkt.
Eher „klassischer“, d.h. in gelenkten Klassen-Arbeitsphasen organisierter Unterricht, findet innerhalb der Studienzeiten in sogenannten „Fach-Themenkreisen“ insbesondere zur Einführung von Neuem statt. Auch drei der fünf Englisch-Stunden sind in unserem Jahrgang 5 eher „klassisch“ organisiert, da dort besonders häufig in Einführungs- und ersten Übungsphasen ein sehr intensiver Austausch mit der Lehrkraft durch Hören und Sprechen erforderlich ist.

Projektorientierte Lernprozesse

Zweiter Baustein der neuen Stundenplanorganisation ist der Projektunterricht (PU), der pro Thema ca. 5 bis 6 Wochen mit jeweils 9 Stunden pro Woche in Anspruch nimmt. Hierbei werden einzelne lehrplanrelevante Unterrichtsinhalte und Methoden aus den Fächern 

  • Naturwissenschaften (3 Stunden)
  • Deutsch (2 Stunden)
  • Welt-Umwelt-Kunde (2 Stunden)
  • Biblische Geschichte (1 Stunde)
  • Mathematik (1 Stunde)

zu übergeordneten Themen, wie

  • „Wir lernen uns und unsere Schule kennen“ (= Startprojekt)
  • „Tiere und Pflanzen unserer Umgebung“
  • „Rund ums Buch“
  • „Entwicklungsgeschichte der Menschheit“
  • „Wir messen unsere Welt“

zusammengeführt.

Geplant, organisiert und begleitet wird jedes Projekt von ein bis zwei Lehrkräften, die für das jeweilige Thema verantwortlich sind. Ausnahme ist das Kennenlernen-Projekt zum Schuljahresbeginn, an dem sich alle Fächer und Lehrkräfte gleichermaßen beteiligen. Abschluss einer jeden Projektphase sind Präsentationen, zu denen die Eltern eingeladen sind.

Den Ganztag rhythmisierende Unterrichtsanteile

Der dritte Pfeiler im Stundenplan unserer Ganztags-Oberschule sind kursartige Unterrichtselemente, die sowohl von Lehrkräften bzw. Schulpersonal, als auch von schulfremdem Fachpersonal organisiert und betreut werden. Dazu zählen halbjährlich wechselnde

  • Musik- und Kunstkurse,
  • die Kurse „Holzbearbeitung“, „Hauswirtschaft“ und „PC-Labor“ im WAT- Unterricht,
  • das Sozialtraining bei den Sozialpädagogen der Schule,
  • eine Lesestunde sowie
  • eine breite Palette von Wahlpflicht-Kursen im Ganztagsschulangebot (Fußball, Tanzen, Kanu, Trickfilm, Kunstlabor, Modellieren, Töpfern, Nähkurs, Jungen-Insel, Theater, Flugmodellbau)

und - bei unserem besonderen Schulprofil nicht zu vergessen - das Angebot an regulären sowie zusätzlichen Sportstunden.





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