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Presseinformation zum Thema "Virtuelles Wasser" Referent Benjamin Kuhlmann vom Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz) erklärt den Schülerinnen und Schülern: „In afrikanischen Ländern, in denen wasserintensiver Kaffee angebaut wird, sterben jedes Jahr Menschen an Wassermangel." Die Jugendlichen erfahren, dass „Virtuelles Wasser" der Begriff ist, der angibt, welche Menge Wasser in einem Produkt enthalten oder zur Fertigung eines Produkts verwendet wird. 65 bis 70 Prozent des globalen Süßwasserverbrauchs können allein auf die Landwirtschaft zurückgeführt werden. Bei der Erzeugung von Fleisch ist nicht nur Trinkwasser für die Tiere notwendig, sondern auch die Bewässerung von Futterpflanzen. Die Bilanz des Wasserverbrauchs ist von Region zu Region zu unterschiedlich. Das Projekt „Virtuelles Wasser“ begibt sich auf die Spuren dieses unglaublichen Wasserverbrauchs und beschäftigt sich mit Fragen wie: Wo kommt das Wasser her? Wo geht das Wasser hin? Wie ist das Wasser verteilt? In vier Kleingruppen erarbeiten die Jugendlichen anhand der Themenschwerpunkte Baumwolle, Nahrungsmittel, Tourismus und Wasser-Fußabdruck die Fragestellungen und geben ihr Wissen als Experten weiter an ihre Mitschüler im Plenum. Großes Erstaunen rief die Aussage hervor, dass 1 kg Rindfleisch 15.550 Litervirtuelles Wasser verbraucht, dass heißt ein Hamburger „kostet“ 2.400 Liter Wasser. „Hat man erst einmal diese Hintergründe des direkten und indirekten Wasserbrauchs verstanden, ist jetzt doch relativ klar, dass ich auf 4.000 Liter pro Tag komme, zumal ich gern Fast Food und Fleisch esse“, meinte Torsten. „Und denkt mal an unsere Klamotten, Jeans, Pullover alles aus Baumwolle, was dabei an „virtuellem Wasser“ verbraucht wird!“, fasste Finja ihre Ergebnisse zusammen. „Aber wir können doch auch nicht nackt herumlaufen, irgendwo ist doch auch eine Grenze, oder?“ meinten Annika und Anna. Die Arbeitsergebnisse wurden kontrovers diskutiert, jeder Schüler wird seine eigenen Schlüsse ziehen müssen, wo er an Wasser sparen kann. Die Sensibilität wurde aber durch dieses Projekt geweckt. |
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